1996–2026 – THE FUTURE IS YET TO COME! Am 10. und 11. Oktober 2026 feiert Tina Heine 30 Jahre HADLEY’s Bar im Stadtteil Rotherbaum. Ein Wochenende mit guten Weinen, hochkarätigen Konzerten, Salongästen und Kulinarik steht auf dem Programm.
Leidenschaft für gute Musik und ehrliche Weine, zeitlose Entrücktheit und absolute Wachsamkeit, gepflegter Rausch oder Nüchternheit ohne Scham – im HADLEY’s finden viele Dinge Raum. Gemeinsam mit ihrem damaligen Partner Bodo Klemm schuf die damals 22-jährige Tina Heine 1996 im ehemaligen Roten Kreuz Krankenhaus einen Ort der Gastlichkeit, der bis heute seinesgleichen sucht. Aus wilden Party-Nächten und Schlangen vor der Tür ist ein erwachsenes Salon-Wohnzimmer geworden – eine der ersten Adressen der Stadt für gute Weine, Diskurs und Frischverliebte.
Keimzelle des ELBJAZZ
Das HADLEY’s war dabei immer mehr als nur eine Bar: Hier entstand die Idee zum Hamburger ELBJAZZ Festival, das von Tina Heine mitbegründet wurde. Und hanseatische Netzwerke halten: Ihr damaliger ELBJAZZ-Geschäftspartner, der Konzertveranstalter Folkert Koopmans (FKP Scorpio), liefert heute mit seiner Krautsandfarm das Rindfleisch aus bio-zertifiziertem Betrieb für das Boeuf Bourguignon von HADLEY’s-Köchin Nahid Salashoor, das längst zum Geheimtipp geworden ist.
Demokratie leben im Salon
2016, als direkte Antwort auf die US-amerikanische Präsidentschaftswahl, öffnete erstmals der montägliche Abendsalon Zwischenraum“. Mit dem Wunsch, der gesellschaftlichen Spaltung und der Verrohung der Sprache entgegenzuwirken, etablierte Tina Heine eine neue Salonkultur. Ohne Konsumzwang und bei freiem Eintritt diskutieren hier renommierte Gäste aus Wissenschaft, Politik und Kultur – seit 2021 unterstützt von der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. – über drängende Themen unserer Zeit. Ein Format, das bundesweit als Vorbild für zivilgesellschaftlichen Austausch gelten kann.
Ein Jubiläum mit Kultur und neuen Begegnungen
Tina Heine ist Gastgeberin und Netzwerkerin aus Leidenschaft, mit Stillstand kann sie nichts anfangen. „Das HADLEY’s ist noch immer im Werden“, sagt sie. „Ankommen möchte ich nicht, sondern weitersuchen und gestalten. Die Zukunft hat noch nicht begonnen. Also ist alles möglich und das feiern wir – nicht nur an dem Wochenende im Oktober!“
von Angelika Fischer
